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(Stuttgart, 12.02.2015) Familie Müller wollte für später vorsorgen – nun ist sie ruiniert Mietnomaden haben unser Haus zerstört

Von K. CHAHROUR

Ravensburg – Ein Katzenkadaver liegt auf dem Boden, Kot klebt an den Fliesen, Stromkabel hängen aus den Wänden. Das sind die Trümmer eines Traumes.

Der Traum von sorglosem Alter, den sich Zeitungszustellerin Margit Müller (39) und ihr Mann Manfred (47, Kraftfahrer) aus Leutkirch im Allgäu (Baden-Württemberg) erfüllen wollten. Und den Mietnomaden zerstörten.

Anfang 2009 kauften die Müllers eine Doppelhaushälfte für 110 000 Euro: neun Zimmer, 280 Quadratmeter. „40 000 Euro steckten wir noch in die Renovierung“, erzählt Manfred Müller. Komplett von der Bank finanziert.

Eine Maklerin vermittelte den Müllers ein Paar, Anfang 30. Er – angeblich Computer-Spezialist. Sie – Altenpflegerin, im dritten Monat schwanger. Margit Müller: „Die Schufa und die Einkommensunterlagen waren einwandfrei. Sie zogen im November 2013 ein. Ich, als Mutter von drei Kindern, war berührt von solch netten Menschen.“

Doch schon nach vier Monaten kamen die 700 Euro Miete nicht mehr bei Familie Müller an. Sie zogen vor Gericht – mit Erfolg! Urteil: Räumung.

Margit Müller: „Sie sind über Nacht am 12. Januar 2015 ausgezogen. Es war ein Schock, als wir ins Haus kamen! Der Geruch von Kot und Urin überall. Wir haben kaum die Haustür aufbekommen, so viel Müll kam uns entgegen. Überall lagen tote Tiere!“

70 000 Euro Schaden, das Haus ist unbewohnbar. Die Müllers haben Anzeige erstattet und den Bruder des Paares ausfindig gemacht. Ein Gerichtsvollzieher kassierte von ihm schon mal 1700 Euro. Ein schwacher Trost …

Margot Müller verzweifelt: „Wir sind finanziell am Boden!“

Rechtsanwalt Arkadius Koroll (45): „Eine Prognose, ob und wann Familie Müller ihr Geld erhält, kann noch nicht getroffen werden.“

Quelle:
BILD GmbH & Co. KG
Axel-Springer-Strasse 65
10888 Berlin

http://www.bild.de/bild-plus/news/inland/mietnomaden/haben-unser-haus-zerstoert-39523488,var=b.bild.html